Neue Ruhr Zeitung

UNVERSCHÄMT GUTES KABARETT

...Listig und lustig holte Omurca die Hochzeit von EU und Türkei auf die ganz persönliche Schiene. Was wäre ein Betritt für die Türkei? Beschneidung oder Kastration? Zumindest mit dem Ersten kennt sich Omurca aus. "Ich möchte kein Mann werden, ich werde Europäer", dachte er sich angeblich schon vor seiner Beschneidung ängstlich...

Muhsin Omurca zeigte zwei Stunden unverschämt gutes Kabarett, dass eben auch selbstkritisch daherkam und deshalb - und weil er es komplett auf gut Deutsch spielte - nicht nur bei den Mitgliedern der Türkischen Gemeinde Oberhausen, sondern auch bei den - leider nur wenigen - deutschen Gästen gut ankam. Das Publikum spendete langanhaltenden Applaus.

Kieler Nachrichten

 

MISCHUNG AUS RESPEKTLOSER COMEDY und HINTERGRÜNDIGER POLITISCHER SATIRE

 

Er ist der "Kanakmän" des deutschen Kabaretts. Wer seine gleichnamige Kunstfigur (aus dem vorherigen Programm) nicht von der Theaterbühne kennt, hat vielleicht schon über seine Cartoons in "taz" oder "Süddeutsche Zeitung" gelacht. Im ausverkauften KulturForum unterhielt Muhsin Omurca das Publikum mit seinem neuen Kabarettprogramm "Die EUmanen kommen".

Bereits zum dritten Mal lud die Landeszentrale für politische Bildung statt zu einem Jahresempfang zu einer Auftaktveranstaltung der "etwas anderen Art". Den Anfang macht 2004 der Kabarettist Henning Venske, im vergangenen Jahr folgte Wolf Biermann, und nun setzte Muhsin Omurca die illustre Reihe auf unterhaltsame Weise fort. Mit "Knobi-Bonbon", der ersten "Migranten"-Kabarettgruppe, machte Omurca Mitte der 80er Jahre Furore. Auch seine späteren Solo-Programme, die er jetzt seit gut zehn Jahren auf die Bühne bringt, wurden mit dem Deutschen Kabarett-Sonderpreis ausgezeichnet.

Keine albernen Comedy-Verkleidungen braucht der im türkischen Bursa geborene Mann aus Ulm für seinen Auftritt, nur die deutsche Nationalhymne, leicht orientalisch verfremdet, kündigt das Kommen des "getürkten Deutschen" an. Danach ist alles Wort und gestenreiches Spiel, das die Zuschauer einspinnt in einen schier endlosen Wortstrom, der vermeintlich ziellos beginnt, doch am Ende "zusammenwachsen lässt, was zusammengehört": die Türkei und Europa.

Weit spannt Omurca den kabarettistischen Bogen, beginnt mit der eigenen Beschneidungsfeier, auf der Klein-Muhsin nur einen Gedanken im Kopf trägt, als das Messer sich nähert: "Ich möchte kein Mann werden, ich werde lieber Deutscher!" Doch so einfach ist das nicht. Der deutsche Pass führt zu vielen Identitätsverwirrungen, die Omurca in einer Mischung aus respektloser Comedy und hintergründiger politischer Satire erzählt. Wie er die verschiedenen Ebenen mit Leichtigkeit verwebt, scheinbar naiv drauflos plaudert und dabei Klischees über Deutsche und Türken gleichermaßen produziert und unterläuft, ist das Besondere am "Vater des Ethno-Kabaretts".

Nürnberger Nachrichten

RASANTES GAG-FEUERWERK


Nach dem knapp zweieinhalbstündigen rasanten deutsch-türkischen Gagfeuerwerk geht der Zuschauer nicht nur erheitert aus der Vorstellung, sondern weiß obendrein, wie er sich mit Seife und osmanischem Talisman gegen islamistische Anschläge schützen kann.

ORF 2 - TV

OMURCA BEGEISTERT WIEN

 

In Wien begeisterte der Kabarettist und Karikaturist vor Kurzem anlässlich seiner Österreich-Tournee auf Einladung der türkischen Organisation Türklook vorrangig BesucherInnen türkischer Herkunft, die über kritisch-lustige, sarkastische Pointen in Richtung der Türkei und der EU lachen konnten.

Heilbronner Stimme

GENIAL UM DIE ECKE GEDACHT


Am Schluss wird man Muhsin Omurcas genial um die Ecke gedachten Argumentationsketten abnicken. Jawoll, Muhsin, alles hängt mit allem zusammen, und, klar doch, selbst ein ostanatolischer Tschador ist eine EU-Vorbereitungsmaßnahme: Die Türkinnen wollen nur der anatolischen Sonne trotzen und die EU-Norm der Hellhäutigkeit erreichen.

In Europa gelte halt das Verbraucherschutzprinzip, erst testen, dann heiraten. Bei Missfallen Geld-zurück-Garantie. Während in der Türkei eben, siehe oben: Ehrenschutzprinzip. Logisch, wieso es mit Angela Merkels "privilegierter Partnerschaft" nichts werden kann. 40 Jahre Vorbereitung auf die EU, das waren Doktorspiele. Die Zollunion, die Entjungferung. Auf das EU-Verbraucherschutzprinzip muss der türkische Ehrenschutz folgen.

Allgäuer Zeitung

OMURCAS SPOTT KENNT KEINE GRENZEN

...für sein die Lachmuskeln strapazierendes Programm brauchte Omurca nur die Bühne. Ansonsten genügte er sich selbst, um mit seinem Programm "Die EUmanen kommen" das bunt gemischte Publikum zu amüsieren. Eindringlich und zugleich entspannt und flexibel "schwor" er die Besucher auf sein Thema ein...

Badische Neueste Nachrichten

KNALLIGE POINTEN

Omurca bringt immer alles zusammen. Punktgenau, meist als knallige Pointe, aber dennoch sehr subtil, und findet seinen roten Faden immer wieder. Das Private und das Politische. Endlich erklärt uns jemand, wie es sich mit den Dingen, die wir an den Türken nie verstanden haben, wirklich verhält: "Die Ehre eines Mannes befindet sich nie an seinem eigenen Körper. Sondern an dem einer Frau. Eine Frau läuft mit deiner Ehre an ihrem Körper wie eine tickende Bombe herum!".

Münsterscher Z.

TOSENDER APPLAUS


Mit viel frechem Biss und witzigem Ghettoslang verstand es Omurca dem Publikum die Lachtränen in die Augen zu treiben.

WAZ

LACHMUSKELTRAINING

 

Ein türkisch-sprachiger Kabarettabend: Gibt es dafür Bedarf in Bergkamen? Die Antwort lautet: ja. Rund 450 Zuschauer kamen am Sonntagabend zu dem Auftritt des deutsch-türkischen Künstlers Muhsin Omurca ins Alevitische Kulturzentrum - weitaus mehr als sich der Vereinsvorsitzende Ismail Koc erhofft hatte. Einige der Besucher mussten sogar stehen.

Marburger Neue Z.

LACHEN BIS DIE TRÄNEN KOMMEN

Das Publikum, überwiegend türkische Mitbürger, war begeistert von der Show.

Westfälische Nachrichten

URKOMISCH

...Türken und Deutsche werden von ihm gleichermaßen verbal abgewatscht. Man lacht über die Ohrfeigen für die anderen, aber viel mehr noch über seine eigene brennende Wange. Omurca greift jedes Vorurteil gegen die Türken auf und macht sich darüber lustig: Als Türke darf er das, und er ist dabei verdammt komisch.

Istanbul Post:

Muhsin Omurca in Istanbul

Es ist wohl eine der besonderen Stärken guten Kabaretts, unseren Horizont durch Stimulation der Lachmuskeln zunächst zu erschüttern und dann zu erweitern. Warum also auf die Beziehungen zwischen Türkei und EU nicht einmal unter dem Aspekt der unterschiedlichen Heiratsvorstellungen zweier Kulturen schauen? Folgt man Muhsin Omurca kommt man da zu ganz ungeahnten Schlüssen: Eine vierzigjährige Verlobungszeit, bei der man sich die Zollunion als Entjungferung vorstellen kann, führt bei der männlich geprägten türkischen Gesellschaft zu dem Schluß, dass nun geheiratet werden müsse. Irrtum - herrscht doch in Europa das Prinzip des Verbraucherschutzes: alles kann erst ausprobiert und bei Nichtgefallen zurückgegeben werden. In der Türkei aber mit arrangierten Ehen, da lernt man die Braut eben erst nach der Hochzeit kennen. Die aber ist Ehrensache ...

250 Gäste waren in der Teutonia zu dem unterhaltsamen Abend zusammengekommen - unter ihnen auch Generalkonsul Möckelmann und Frau. Für einen großen Teil der deutschen Gemeinde und ihres Freundeskreises war es zudem eine Gelegenheit, die neue Direktorin des Goethe Instituts kennenzulernen, Frau Claudia Hahn-Rabe, die eine gelungene Eröffnung vortrug.

Passauer Nachrichten

INTELLIGENTE FABELN

Ex-„Knobi-Bonbon“ Muhsin Omurca hat im Passauer Scharfrichterhaus klargemacht, dass und warum die Türken Europa heiraten werden - das Publikum war schwer begeistert...

Wer sich auf die intelligenten Fabeln einlässt, lernt lächelnd die türkische Denkweise kennen und verstehen.

NRZ

DIE KUNST DER FEINEN SATIRE

Nie unter der GürtellinieEin ausverkauftes Haus, gutgelaunte Gäste, zusammengesetzt aus türkischer und deutscher Bevölkerung, dazu ein Kabarettist, der die Kunst der feinen Satire in Wort und Mimik beherrscht. Wie ein Nasreddin Hodscha kommt er manchmal daher und beweist, dass die Satire in der Türkei eine jahrhundertlange Tradition hat. Nie zielen seine Witze unter die Gürtellinie, nie sind sie böswillig, doch immer halten sie den Menschen den Spiegel vor Augen. Ausgewogen verteilt Omurca seine Spitzen, spielt gekonnt mit der Sprache und hat damit die Herzen des Publikums auf seiner Seite.

Auf jedes Argument gegen die EU-Erweiterung weiß Omurca eine Antwort, spitz, humorvoll und schier unwiderlegbar. Vorausgesetzt, man folgt seiner Logik. Das aber machte sein Publikum nur zu gerne.

Schwäbiche Zeitung

Glänzende Unterhaltung

Omurca machte sich fast über jedes Vorurteil gegen die Türken lustig, das Publikum dankte es ihm begeistert.
"Der ist so lustig und spricht auch noch die Wahrheit dazu“, meinte einer der türkischen Besucher in der Pause. Wenn das ein Türke sagt, muss es wohl stimmen. Denn sie haben am lautesten gelacht.

Südwest-Presse

ENORMER EINFALLSREICHTUM

Muhsin Omurca: „Es gibt Deutsche, die die Türken lieben. Zum Beispiel ich.“ Sein enormer Einfallsreichtum treibt den Kabarettisten immer wieder zu solchen Gedanken- und Wortspielen.

WAZ

HERRLICH POLITISCH

Omurca bescherte ein ausverkauftes Haus.

Er ist stets herrlich politisch, amüsant und unterhaltsam, aber nie verletzend.
Besucherin Renate Kraft-Mysliwietz schätzt an ihm besonders, "dass er sympathisch und selbstironisch ist". Seydi Ünlübayir findet seine Art, über beide Kulturen zu scherzen, "integrationsfördernd". In der Tat spielte der alltägliche nervige Ausländerdiskurs an diesem Abend keine Rolle.

Westfälische Anzeiger

SOUVERÄN

...präsentierte er mit einer gehörigen Portion Sprachwitz, reagierte souverän auf Anmerkungen aus dem Publikum und löste beim gesamten Publikum eine Lachsalve nach der anderen aus.

" die EUmanen kommen "
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Kölnische Rundschau

MESSERSCHARFE POINTEN

Wenn es ums Heiraten geht, dann sind die Gegensätze zwischen Türken und Europäern unübersehbar. "Europäer heiraten nach dem Verbraucherschutzprinzip", weiß Kabarettist Muhsin Omurca im Theater Klüngelpütz. Rückgabe-und Umtauschrecht inklusive, versteht sich. "Wir Türken dagegen heiraten nach dem Ehrenschutzprinzip: Einmal berührt, schon gekauft." Oder einfacher gesagt: "Erst heiraten, dann kennenlernen."
Omurca weiß, wovon er spricht. Schließlich ist er der wohl dienstälteste türkische Kabarettist hierzulande. 1986 gründete Omurca mit Sinasi Dikmen in Ulm das erste türkische Kabarett in Deutschland "KnobiBonbon", das prompt 1987 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde. 20 Jahre später bewegt Omurca natürlich der heiß diskutierte und mit Ängsten beladene EU-Beitritt der Türkei: "Die Eumanen kommen - TrEUme, AlptrEUme". Omurca redet dabei gar nicht erst lange um den heißen Brei herum, sondern zielt mit seinen hochpolitischen Pointen ins Unvermeidliche: "Wir kommen rein, wir müssen euch heiraten, denn ihr habt uns wie eine Ware im Supermarkt behandelt - es geht um unsere Ehre." Mit hinterlistigem Humor aber verschweigt der in Bursa geborene Kabarettist keineswegs die Probeme in der Heimat. "Die Türken sind eine Männergesellschaft." Zwar darf der türkische Mann um seiner Ehre willen keine Einkaufstüte nach Hause tragen, aber an jeder türkischen Discothek steht der unmissverständliche Hinweis: "Ohne Dame kein Zutritt." Omurca entwickelt aus solchen alltäglichen Kleinigkeiten im Laufe des Abends spitzfindige und messerscharfe politische Pointen. "Seit 40 Jahren klopfen wir unaufhörlich an die Tür der EU, aber ihr wollt uns gar nicht kennenlernen", sagt Omurca und grinst diebisch. Schließlich hat der Kabarettist längst "staatlich geprüft" den deutschen Pass in der Tasche. "Ich bin ein getürkter Deutscher", ruft er trotzig.
Ethno-Klamauk à la Kaya Yanar hat Omurca bei alledem gar nicht nötig. Lieber betätigt er sich mit einem einzigartigen Migranten-Humor als Brückenbauer - und als klassisch shakespearescher Heiratsvermittler: "Wo ist denn das Wort Christ entstanden? In Antiochien - in der Türkei."