"Kanakmän" begeisterte "interkulturell"
Am Schluss wollte das Publikum ihn gar nicht mehr von der Bühne lassen. Und das war nur zu verständlich, hatte Muhsin Omurca es doch zwei Stunden lang mit seinem launigen Kabarettprogramm bestens unterhalten...
Für die interkulturelle Woche, hätte man sich auf jeden Fall keinen besseren Gast wünschen können als den selbst ernannten Kanakmän Omurca.
Ein Gag jagt den nächsten
Das statt-theater ist fast ausverkauft. Die Menschen strömen in den Theatersaal, um sich zweieinhalb Stunden lang von einem ganz besonderen Mann unterhalten zu lassen.
...Deutsche und Türken bekommen ordentlich ihr Fett weg und alle Zuschauer brüllen vor lachen. Omurca sagt Dinge, die sich kein Deutscher zu sagen trauen würde.

Überbordender Applaus
Auf Muhsin Omurca ist Verlass.
Nach seiner messerscharfen Satire "Tagebuch eines Skinheads in Istanbul" legt
er nun ein neues, scharf gewürztes Programm vor: "Kanakmän". Auch das hat
das Zeug zu einem großen Erfolg. Entsprechend war denn auch der Beifall bei
der Premiere im Neu-Ulmer Konzertsaal.
...
Doch Neu-Germanen geben mit ihrem alten Pass nicht gleich auch noch ihre kulturelle
Identität ab, die sie zumindest zu 50 Prozent definiert. Und damit führt Omurca
all jene Theorien ad absurdum, die davon ausgehen, dass durch die alleinige
Zuerkennung der deutschen Staatsbürgerschaft alles erledigt ist.
...
Vorhang. Überbordender Applaus.Güle güle
Wirksames Gegengift
Niemand konnte bei der Planung ahnen, welch neuen Unterton dieser Abend bekommen würde, nach dem 11. September, wo von manchen, erschreckend schnell, der "Krieg der Kulturen" ausgerufen wurde. Gegen solches Gerede bot der Abend wirksames Gegengift, wiewohl er von Multi-Kulti-Säuseligkeit meilenweit entfernt war.
Höchste Kunst des Kabaretts
Er hat das Publikum mit seiner eindringlichen Präsenz in der Hand, bleibt dabei aber entspannt und flexibel. Und er beherrscht die höchste Kunst des Kabaretts: Den Eindruck zu erwecken, man würde einfach drauflosbrabbeln - und dabei ganz genau zu wissen, was man sagt und warum man es sagt. Auf diese Weise hält er eine geschickte Balance zwischen subtilem und kalauerndem Humor, zwischen surrealer Überzeichnung und harten Tatsachen, zwischen Nonsens und dedizierten politischen Positionen: "Integration ist ne Utopie." Sein Können scheint vor allem dann auf, wenn er in verschiedene Rollen schlüpft und diese in fiktivem Dialog wiedergibt. Er verbrät deutsche wie türkische Klischees, ohne sich um political correctness zu scheren und scheint dabei genau so viel Spaß wie das Publikum zu haben.
DOPPELTER LACHER
Muhsin Omurca hat wieder einmal eindrucksvoll seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt. Wortgewaltig, aber auch mit feinen Pinselstrichen karikiert er das deutsch-türkische Miteinander und Gegeneinander. Er bedient sich dabei eines neuen, in der Kabarett-Landschaft wohl einzigartigen Mittels, und das schon seit seinem vergangenen Programm "Tagebuch eines Skinheads in Istanbul": Auf einer großen Bühnen-Leinwand lässt Omurca seine Karikaturen projizieren- und doppelte Lacher sind ihm sicher.
TREFFSICHERER HUMOR
Türkisches Heimweh, deutsches Fernweh
Zwei Stunden lang ist Muhsin Omurcas Programm jede Minute kurzweilig und amüsant. Spritzig, voller Selbstironie und humorvollem Einfallsreichtum erspürt er das deutsch-türkische Befinden nebst selbstgestrickter Lebensphilosophie.
DAUERLACHSTRESS
Omurca alias Hüsnü sagt Dinge, die sich kein Deutscher trauen würde. Er verbrät deutsche wie türkische Klischees und schert sich nicht um "political correctness". Er fesselt seine Zuhörer wie ein arabischer Märchenerzähler. Spritzig, schlitzohrig, aber auch messerscharf und gezielt gesetzt sind seine Pointen. Hier kriegt jeder sein Fett weg, ob Deutscher oder Türke und oftmals merkt der Zuhörer erst nach dem Lacher, dass ihm der Spiegel vor Augen gehalten wurde. Omurca versteht es mit Worten zu jonglieren, feinsinnig, hintergründig, nie ins Banale abgleitend. Und vor allem erzählt Omurca Hüsnüs Geschichte stringent. "Das Forum Lohberg rief mich an, wollte einen echten Türken, die Fernsehtürken konnten sie sich nicht leisten. Als die aufgelegt hatten, fiel mir ein, ich bin ja gar kein Türke. Ja, da staunen Sie, aber ich habe einen deutschen Pass." Für Hüsnü der Mercedes unter den Pässen, mit dem man einfach alles machen kann. "Übrigens meine Mutter ist die einzige Türkin in der Familie, aber keine Angst, liebe Landsleute, wir behandeln sie gut. Einmal im Jahr gibt es sogar bei uns ein multikulturelles Fest, da darf Mutti türkische Lieder singen.
Muhsin
Omurca gilt als Vater des Migrantenkabaretts. In Deutschland ist er mit seinem
Soloprogrammen "Tagebuch eines Skinheads" und "Kanakmän",
in Anlehnung an Superman, zur Kultfigur geworden. Er gewann zahlreiche Preise,
darunter den deutschen Kabarett-Sonderpreis. Kürzlich begeisterte er
in Vorarlberg das Publikum und brachte sowohl Migranten als auch Nicht-Migranten
zum Lachen.
Die gut 600 Zuschauer,auch die multikulturell wohl gemischt, reagierten im ausverkauften Raschplatz-Pavillon zu Recht begeistert auf diesen Auftritt. Wie populär deutsch-türkisches Kabarett inzwischen ist,600 begeisterte Zuschauer beweist der Publikumsandrang. Gut 200 Besucher ohne Karten musste der Veranstalter zuvor nämlich nach Hause schicken.

Riesiger Erfolg
Die Show war ein riesiger Erfolg.
Und wirklich, mit Muhsin Omurca hat der IFD einen der besten deutsch-türkischen
Kabarettisten in die Donaustadt geholt.
Ob in Hannover oder in der „Alten Oper“ in Frankfurt,
kein Haus ist ihm zu groß, kein Konzertsaal zu voll.
Riesiger Erfolg
Die Show war ein riesiger Erfolg. Und wirklich, mit Muhsin
Omurca hat der IFD einen der besten deutsch-türkischen Kabarettisten
in die Donaustadt geholt.
Ob in Hannover oder in der Alten Ope zur in Frankfurt, kein Haus
ist ihm zu groß, kein Konzertsaal voll.
Auf Muhsin Omurca ist Verlass. Nach
seiner messerscharfen Satire "Tagebuch eines Skinheads in Istanbul"
legt er nun ein neues, scharf gewürztes Programm vor: "Kanakmän".
Auch das hat das Zeug zu einem großen Erfolg. Entsprechend war denn
auch der Beifall bei der Premiere im Neu-Ulmer Konzertsaal.
...
Doch Neu-Germanen geben mit ihrem alten Pass nicht gleich auch noch ihre kulturelle
Identität ab, die sie zumindest zu 50 Prozent definiert. Und damit führt
Omurca all jene Theorien ad absurdum, die davon ausgehen, dass durch die alleinige
Zuerkennung der deutschen Staatsbürgerschaft alles erledigt ist.
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Vorhang. Überbordender Applaus.Güle güle
Das Publikum war hingerissen
"Kanakmän" war da. Der geheimnisvolle Supermann
mit dem dicken Schnurrbart und den dünnen Beinen spielte als Karikatur
und türkisch-deutsches Wortgeschöpf die Hauptrolle im äußerst
sehens- und hörenswerten Programm des Kabarettisten und Cartoonisten
Muhsin Omurca.
Wohl selten hat einer dieses Doppelleben mit solch sarkastischer Fröhlichkeit
auf der Bühne ausgelebt wie dieser schlitzohrig-sympatische Türke
mit seinem deutschen Pass, dem zuerst sein ganzes Sehnen und später sein
ganzes Gähnen galt. Kanakmän Muhsin Omurca machte trotz seiner messerscharfen
Beobachtungen eher Hoffnung als Angst vor einer gemeinsamen Zukunft der beiden
Völkerstämme auf bundesrepublikanischem Bodem.
Das Publikum war hingerissen von seiner Erscheinung und seinem mit Cartoon-Lichtbildern unterlegten Programm.
Wenn man Publikum auf
Kleinkunstbühnen unterhalten will, muss man bisweilen neue Wege gehen.
Denn die Nachfrage steigt ja bekanntlich mit dem Unterhaltungswert, mit der
Anregung zum Entspannen und zum herzlichen Lachen, aber auch mit viel Ironie
und Hintergründigkeit zum Nachdenken. Muhsin Omurca, früher beim
Duo "Knobi-Bonbon", geht noch einen weiteren Schritt in seinem neuen
Programm "Kanakmän"( Tags Deutscher Nachts Türke): Er
ergänzt oder unterlegt seine Vorträge nämlich optisch: mit
ausgezeichneten farbigen Cartoons, die er selbst angefertigt hat und die überdimensional
an die Bühnenrückwand projiziert werden, unterlegt oder verstärkt
er seine Aussagen. Glänzend präsentiert Omurca sein Cartoon-Kabarett
zum Ergötzen der Zuschauer.
Ein Weiteres macht die kabarettistischen Ergüsse so interessant und unterhaltsam:
Wie ein orientalischer Märchenerzähler fesselt er sein Publikum,
dann wieder schildert er sachlich Situationen, spricht Dialoge in vorzustellender
Szenerie oder singt mit raukehligem Timbre seine "Songs" nach türkischer
Muezzin-Art.
Das alles wird unterstützt durch seine exzellente Sprache der Hände,
die manchmal Worte überflüssig macht. Muhsin Omurca spielt mit der
Sprache, jongliert mit Worten und setzt gezielt seine Akzente und
Pointen. Impulsiv und schlagfertig reagiert er auf Stimmen und Bemerkungen
aus dem Publikum, in dem sich viele Landsleute befanden, und bezieht auch
diese mit in das Geschehen ein. Dabei agiert er auch zweisprachig, um Missdeutungen
vorzubeugen.
Es war also ein Kabarettabend
der Sonderklasse.
Viel viel Beifall für ein erstklassiges, langes Programm.
