Muhsin Omurca, Karikaturist, gibt die erste türkische Satirezeitschrift in Deutschland heraus. Gülügülü lautet der Titel, und bedeutet soviel wie "Bleibe mit Freuden", aber auch: "Gehe mit Freuden". Die in erster Auflage 15 Hochglanz-Seiten starke Zeitschrift wird kostenlos in türkischen Geschäften, bisher allerdings nur in Süddeutschland, abgegeben. sie finanziert sich allein durch Anzeigen. Daß die Satirezeitschrift ihre Leserschaft unter den in Deutschland lebenden Türken sucht, zeigt bereits das Titelblatt. Da fixiert den Leser ein zum türkischen Mitbürger verfremdeter "Hülmüt Kühl". Mit der Gebetskette in der Linken, einer türkischen Zigarette in der Rechten und einem Zwirbelbart unter der Nase präsentiert sich Noch-Kanzler Kohl als Präsidentschaftskandidat. Die reine Lachnummer soll das Blatt indes nicht sein. In der Türkei, so Omurca, habe die Satire eine lange Tradition und sei eine "beliebte Form" der Auseinandersetzung mit der politisch-gesellschaftlichen Wirklichkeit. Allein17 verschiedene Satirezeitschriften gebe es dort. "Wo Unterdrückung herrscht", so der Karikaturist, "blüht die Satire." 5500 Exemplare ließ Omurca in erster Auflage von "Gülügülü" drucken, demnächst sollen es mehr werden.

Der Spiegel:
Radio Tirol:
"Ob es sich um zwei Super-Batman beim Tennisspielen handelt oder um einen Koch, der Eier wie Tennisbälle behandelt, Muhsin Omurca trifft stets ins Schwarze."
Wilhelmshavener Zeitung :
"Der Türke Muhsin Omurca zeigt seinen Ideenreichtum. Der Karikaturist und Kabarettist hat Szenen in unnachahmlicher Weise festgehalten und regt gleichzeitig zur Fortsetzung seiner Gedanken an."
Schwäbische Zeitung :
"...was an Omurcas gezeichneten Szenen so fasziniert: Eben keine Einwegkarikaturen, die schon am nächsten Tag wieder vergessen sind...Der Inhalt der Zeichnungen (ist) universal, nahezu immer und überall verständlich. Bestimmt auch ein Grund für den Erfolg, den Omurca in den USA und in Japan teilweise schon genießt."
Bayer. Kulturmosaik :
Offenbacher Post :
"Der Türke Muhsin Omurca, Karikaturist der Süddeutschen Zeitung und zugleich Kabarettist, bändigt mit subtiler Strich- und Schraffiertechnik seinen eigenen Surrealismus."
"Der Künstler bestätigt auf amüsante Weise nicht nur den Zeichencharakter des Balles für sämtliche Quartanergenerationen, sondern auch den therapeutischen Effekt, der im grunde jeder Karikatur innewohnt."
Neu Ulmer Zeitung :
"Tenniscartoons legen sich mit Originalität und spitzer Feder ins Zeug und landeten ihre Volltreffer mit vehementem, aber kurvig angeschnittenem Superspeed da, wo sich das Nachdenken noch immer gelohnt hat: im zwischenmenschlichen Bezugssystem."
Neue Zeit - Graz :
"Seine immer leicht erstaunt wirkenden Figuren und auch der Leser werden vom Cartoonisten an der Nase herumgeführt."
Presse
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