Holsteinischer Courier
Prädikat: Wiederholenswert!
TAGEBUCH EINES
SKINHEADS
IN
ISTANBUL
* Stern der Woche - Münchner Abendzeitung
ZDF - Heute JOURNAL
Muhsin Omurca, türkischer Kabarettist
und Karikaturist hält beiden Kulturen gnadenlos den Spiegel vor die Nase.
Er ist Mitbegründer und zugleich Meister des deutsch-türkischen Kabaretts.
Bremer Anzeiger
Kabarett der Spitzenklasse!
Main-Echo
Ohne Zweifel ein rundum gelungener Start der Solokarriere von Muhsin Omurca, der gerade in seinen besten Momenten dafür sorgt, daß dem Zuschauer das Lachen im Hals stecken bleibt. Vermutlich läßt sich auf diese Weise effektivere Aufklärung betreiben als mit dem erhobenen Zeigefingern.
Allgäuer Z.
Er ist eine Granate
Allein für diesen Einfall
(Teppich) gebührt dem jungen Großmeister des deutschsprechenden türkischen
Kabaretts, Muhsin Omurca, ein Kleinkunst-Preis. Omurca bringt auf den Punkt
wie kaum einer, und er kennt keinen Pardon.
Gemessen an der altväterlichen Art vieler deutscher Kabarettisten ist er eine
Granate.
taz
ROTZFRECH UND BISSIG
Gnadenlos und unverblümt hält Muhsin Omurca der deutschen und türkischen Kultur den Spiegel vor die Nase, macht Widersprüche auf komisch-brutale Weise sichtbar. Rotzfrech und bissig wird mit Vorurteilen Schluß gemacht. Oder er versucht, sie sarkastisch und provokativ zu ‘injizieren’. Höchst amüsant,temperamentvoll, überzeugend...
Nürnberger Nachrichten:
Endlich eine frische Kabarett-Idee!
Reutlinger Nachrichten
Falsche Türkenwitze, echte Lachtränen
Bereits in der Pause waren nicht wenige der türkischen und deutschen Zuschauer beschäftigt, ihre Wangenmuskulatur zu massieren. Denn 1 1/2 Stunden Schmunzeln, Grinsen und Lachen hinterlassen schmerzhafte Spuren
Gießener Allgemeine Zeitung
Türkische Disziplin bewundert
Provokativ-genial und rotzfrech überzeichnet Omurca seinen Skinhead, der
in jedem Satz in prolligem Tonfall puren Haß und Verachtung wie Gift verspritzt.
So ziemlich alle Feindbilder der Rechten über Türken werden zugleich komisch
und brutal dargestellt.
Beiden Kulturen hielt Omurca schonungslos den Spiegel vor, und wirklich jeder
bekam dabei sein Fett ab, egal ob Skin, „Kanacke“ oder deutscher
Altlinker. Fazit; Das gemischte deutsch-türkische Publikum amüsierte sich
köstlich über die hervorragenden Karikaturen und die chaotischen Abenteuer
eines gestiefelten geistigen Tieffliegers in Istanbul.
Kölner Stadtanzeiger
Gut gezielt und mitten rein getroffen
...Ein Kabarett für gehobene Ansprüche zu veranstalten,
war eine gelungene Abwechslung und im Falle einer Wiederholung ein Geheimtip.
Ein größeres Auditorium hätte der gebürtige Türke Muhsin Omurca bei der Station
seiner Deutschland-Tournee in Burscheid wohl verdient, insbesondere, wenn
man seine Auftritte in den Großstätten Berlin oder in der Alten Oper in Frankfurt
als Wertmaßstab einbezieht.
...Das Gehimniß seines grandiosen Erfolges? er bietet etwas, von dem er ungeheuer
viel versteht: die Mentalität seiner Landsleute. Daraus entwickelt er dank
seiner präzisen Beobachtungsgabe immer wieder neue Programme mit türkischem
Inhalt. Mit begnadeten Fähigkeiten ausgestattet, schlüpft er gestenreich mit
spitzer Zunge und Pfiff in jede Rolle, ironisch, heiter, absurd, bösartig,
mit Lust und Frust- in seinem Herzen immer den Ausgleich suchend. Und so sitzt
er auf seinem kabarettistischen Hochsitz und zieht einem Pfeil nach dem anderen
aus seinem Köcher, um sie ins Mark des Geschehens abzuschießen.
...Muhsin Omurca ist einfach nicht zu bremsen.
Die Rheinpfalz
Ein wunderbarer Kabarettist mit dem Weitblick eines Propheten .
Delmenhorster Kurier
Omurca schafft mit seiner Show etwas Faszinierendes:
Er bringt die Leute mit dem zum Lachen, was unter den weiten Begriff der Diskriminierung fällt...Er kann über die Türken Witze machen, weil er Türke ist.Und über die Deutschen, weil er Deutscher ist.
Tagblatt
Die
geladene Mischung aus Nazi, Müsli und einheimischem Übersetzer ist das Spielfeld
Omurcas, auf dem er harte Schläge nach allen Seiten austeilt. Wie mit einer
abgesägten
Schrotflinte ist dabei seine satirische Streubreite enorm
.
Schwäbische Zeitung
Omurca spielt mit dem Verbotenen, pfeift auf die
politische Korrektheit, fühlt sich sauwohl in seiner Rolle als doppelter Provokateur.
Obwohl der Zynismus fröhliche Urständ’ feiert, ist dies kein Kabarett
der abgrundtiefen Destruktion, da ist der Ulmer Komik-Allrounder viel zu sehr
Grenzgänger zwischen dem großen Falschen und den kleinen Schwächen. Er ist
zu sehr fabulierer (und Karikaturist), als daß er schon fertig wäre mit der
Welt. Wer genau hinguckte, sah in der Wüstenei Keime zu blühenden Landschaften,
sah einen Kabarettisten, der so richtig Spaß hat - an den Verwicklungen der
Multikultur.
Kieler Nachrichten
Absurde deutsch-türkische Travestie
Deutschsprachiges, türkisches Kabarett. Absurde deutsch-türkische Travestie: Muhsin Omurca rührt in Springerstiefeln und Bomberjacke die Türkentrommel und spuckt als Skinhead Hansi mit heiserer Lispelstimme Säure. Doch keine „ach, der dreht den Spieß um“-Betroffenheit macht sich breit. Er schafft es, wie jeder gute Kabarettist, mit einfachsten Mitteln, in humoristische Abgründe zu steigen...
Omurca nimmt die politische Schärfe ganz raus und
spaziert genial auf einer vermeintlich vordergründigen Entertainmentlinie,
um in der Groteske auf Menschliches zu stoßen. Sein Hintersinn steigt durch
gnadenlose Überzeichnung der allseits bekannten Vorurteile an die Oberfläche...
Der 38jährige Ulmer Wortmetz akzentuiert wie Marcel Reich-Ranicki, zeichnet
wie Ralf König und Sémpe, singt mit Van Veen-Baß. Heftig spuckt er uns ins
Aschure-Müsli-Süppchen, spricht im Rap-Takt und rutscht in folkloristischen
Singsang, der in der deutschen Nationalhymne in Orientfassung mündet.
Neue-Osnabrücker-Zeitung
Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen beleuchtet Muhsin Omurca mit seinem Programm nicht nur die rechtsradikale Ausformung des Rassismus, sondern auch die linksliberale - also die übertriebene Bevorzugung von Ausländern ebenso wie deren Benachteiligung. Daß er dabei nicht mit Seitenhieben gegen Menschenrechtsverletzungen in der Türkei geizt und schließlich sogar noch Türkenwitze erzählt, macht ihn vollends sympathisch: Selten legte ein Kabarettist so unverkrampft los, biedere sich nirgends an und bewies, daß er sogar über sich selbst lachen kann. Gnadenlos frech und von beeindruckender Scharfsichtigkeit.
Schwarzwälder Bote
Kein erhobener Zeigefinger, keine plumpen Feindbildschablonen. Trotz all seiner
Brutalität hat Hansi in seiner naiv-dümmlichen Art fast schon etwas Sympathisches
an Sich. Auch bekam nicht nur der Skinhead sein Fett weg; bissige Sticheleien
hagelte es ebenso gegen überspannte Multikulti-Freaks vom Zuschnitt eines
Botho Kraus und gegen manche Eigenheit des „Turkish Way of Life“.
Das alles freilich mit einem ironischen Augenzwinkern, so daß es dem türkisch-deutschen
Publikum leicht fiel, auch einmal kräftig über sich selbst zu lachen.
Muhsin Omurca ist eben ein Könner seines Faches.
Ost-Thüringer Zeitung
Ein heikles
Thema mit dem provokanten Titel zur Sprache gebracht von einem türkischen
Künstler -und das bekanntlich in der von rechtslastigen Jugendlichen frequentierten
und für sich beanspruchten Freizeit-Einrichtung...
Unmöglich, gefährlich, provozierend - so lautete mancher Kommentar
im Vorfeld der Veranstaltung...
Mit gnadenlosem Biß hält Omurca der deutschen und türkischen
Kultur den Spiegel vors Gesicht, deckt Widersprüche mit fast ätzendem Witz
auf.
Vor allem das Jung-Publikum findet seine Art Kabarett zu machen
„echt geil“, so der Original-Ton, weil identisch in Sprache und
Habitus der „Szene“.Der älteren Generation hingegen scheint manchmal
das Lachen im Halse stecken zu bleiben, weil Muhsin Omurca unverblümt in seiner
kabarettistischen Aktion mehrmals bis an die Grenzen zur Brutalität geht.
Nach neunzig Minuten Soloprogramm dann Entwarnung und tosender
Applaus.Von wegen Mutprobe. Es war ein ganz normaler und unterhaltsamer Abend.
Kölnische Rundschau
Der seit 20 Jahren in Deutschland lebende Omurca macht
das so gut, daß ihm 1998 der deutsche Kabarett-Sonderpreis verliehen wurde.
Tatsächlich besitzt Omurca die
im Kabarett rar gewordene Fähigkeit, fein zu differenzieren und nicht für
ein paar Gags jeglichen Realitätsbezug zu opfern. Die deutsche
Gesellschaft kommt in Omurcas Programm gar nicht so schlecht weg, dafür isoliert
er um so zielgenauer die dumpfe Aggression der rechten Krakeeler....
...Sympatisch an diesem jungen Kabarettisten wirkt
die Entschlossenheit, mit der er sich gegen die falschen Lacher abgrenzt.
Hier werden die politischen Weichspüler und die vagen Vorstellungen von einer
Multi-Kulti-Gesellschaft ebenso aufs Korn genommen wie die eigenen Landsleute,
deren Borniertheit Omurca keineswegs übersieht.
Münchner Abendzeitung:
Muhsin
Omurcas multivital in alle Richtungen gesprochenes und gesungenes Kabarettsolo
Wem bei Muhsin Omurca
„das Lachen im Halse stecken bleibt“, dem geht es wie ungezählten
Provinzspritzenfritzen zwischen Thüringen und dem Allgäu. Über diese üblige
Wischiwaschiwendung hinaus bietet sich die etwas aus der Mode gekommene Worthülse
Nummero Ätzundranzig an, wenn es gilt, über den Mitbegründer des „Knobibonbon“-Ensembles
zu berichten: Die „spitze Feder“ nämlich ist sein zweites Metier-was
dem Kabarettsolo „Tagebuch eines Skinheads in Istanbul“ die besondere
visuelle Note verleiht. Glatzenträger Hansi wurde wegen widerrechtlichen Abfackeln
eines Stadtteiles zu vier Wochen Türkei verdonnert-zwecks Umerziehung, in
Begleitung des sozialpädagogischen Weicheis Dr.Botho Kraus. Befremdliches
weiß er nach seiner Rückkehr zu erzählen-in Wort und (spitz gefedertem) Bild,
vom Diaprojektor „Adolf“ zackig an die Wand geworfen. Da ist beispielsweise
das Gastgeschenk der freundlichen Muselmanen: eine eigens für „Herrn
Sikin“ angefertigte Bomberjacke aus Perserteppich, mit der Aufschrift
„Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“-allerdings auf Türkisch.
Auch die mit bester Absicht angestimmte schwarzrotgold‘ne Nationalhymne
klingt eher nach türkischem Weiß(b)rot. Und wenn ein kleiner Kanakenknabe
auf die Frage, was er denn mal werden möchte, „Asylant“ antwortet-wer
würde da nicht an einem würzigen Lachkloß mit Soße würgen.
Augsburger Allgemeine
Kabarett der Extraklasse!
Muhsin Omurca
lässt einen deutschen Skinhead in Istanbul mit Knüppel und Minen auf Türken
los. Aber alle Zuschauer im vollbesetzten Abraxas biegen sich vor Lachen,
Deutsche wie Türken. Wenn Lachen reinigt, dann hat Omurcas Kabarett besten
Chancen, eine Katharsis zur Völkerverständigung herbeizuführen. Das seit langem
beste hier gezeigte Kabarett war es mit Sicherheit.
Hansi hat eine Häuserzeile, in der Türken leben, abgefackelt. Der Richter
verordnet ihm eine Umerziehungstherapie in Istanbul. Doch bald ist Hansi von
der Türkei begeistert. Von den Gebeten in der Moschee könnten die deutschen
Kameraden was lernen. Wie die in Reih und Glied auf dem Boden kauern, Haltung
annehmen. Selbst Bettlern gibt er fünf Mark. Ansonsten, so droht ihm der Bittsteller,
würde er in Deutschland Asyl ersuchen. Der mit dem Kabarettpreis ausgezeichnete
Omurca versteht es, türkische Bräuche zu karikieren, damit die Beschränktheit
der Glatze Hansi zu entblößen. Da bei Omurca beide Seiten ihr Fett abbekommen,
wird die Geschichte des deutschen Skinheads, der etwas orientierungslos im
Orient umherirrt, zu einer provokant objektiven Bestandsaufnahme der deutsch-türkischen
Beziehungen, die einen jedoch nicht erschaudern, sondern hoffnungfroh lachen
lassen. Kabarett der Extraklasse!

